Optimierung regionaler Stakeholdernetzwerke im regionalen Naturschutz

Felix Przesdzink, Florian Fiebelkorn

Viele Naturschutzprojekte scheitern nicht an fehlendem Wissen über die Bedrohung von Ökosystemen oder über tragfähige Schutzkonzepte, sondern am mangelnden Wissenstransfer in effektive Maßnahmen sowie an Landnutzungskonflikten, z.B. mit landwirtschaftlichen Akteuren (Guerrero et al., 2013; Knight et al., 2006). Daher kann eine Verstärkung von Informationsaustausch und Zusammenarbeit zwischen theorie- und praxisorientierten Naturschutzakteuren sowie zwischen Naturschutzakteuren, Landnutzergruppen und Behörden die Effektivität und Akzeptanz von Naturschutzvorhaben erhöhen. Nachhaltige und in der Breite tragbare Nutzungskonzepte für Umweltressourcen müssen von möglichst allen Stakeholdern gemeinsam erarbeitet werden.

In unserer Abteilung arbeiten wir mit sozialen Netzwerkanalysen und Stakeholderanalysen, um die Umweltakteure einer Region sowie ihre Interaktionen miteinander zu kartieren und charakterisieren. Die Stakeholderanalyse kann komplementäre Eigenschaften, beispielsweise Ressourcen(-bedarfe) oder Organisationskulturen, der einzelnen Stakeholder identifizierten und aufzeigen, zwischen welchen von ihnen Kooperationen am ehesten zu forcieren sind und am wahrscheinlichsten konfliktfrei ablaufen (Reed et al., 2009, Przesdzink et al., 2023). Mithilfe der Netzwerkanalysen kann dieser „Vernetzungsbedarf“ mit dem aktuellen Stand der Interaktionen zwischen den Stakeholdern abgeglichen und strukturelle Schwachstellen im Netzwerk können identifiziert werden (Mills et al., 2014; Vance-Borland & Holley, 2011). Auf dieser Grundlage kann eine „Optimierung“ regionaler Stakeholder Netzwerke angegangen werden (Przesdzink et al., 2022).

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